die möwe

GESPRÄCHSLEITFADEN

Um Sie vorab in einem ersten Schritt zu unterstützen, finden Sie an dieser Stelle einen Gesprächsleitfaden. Dieser soll Ihnen den Umgang in einer Verdachtssituation erleichtern.

Gesprächsführung mit Kindern bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch 

  • Wählen Sie eine geschützte und ruhige Atmosphäre 
  • Glauben Sie dem Kind! Nehmen Sie ernst, was das Kind Ihnen erzählt 
  • Machen Sie dem Kind Mut, sich mitzuteilen, ohne es mit Fragen zu bedrängen 
  • Sprechen Sie beobachtete Gefühle an („…mir kommt vor, dir macht etwas Angst…"; „…du wirkst so bedrückt…"; etc.) 
  • Sprechen Sie mögliche Ängste in Bezug auf Geheimhaltung, Bedrohung, Unglaubwürdigkeit, Konsequenzen der Aufdeckung, beim Kind an 
  • Stellen Sie offene Fragen mit was - wer - wie - wo (was ist geschehen, wo ist das passiert, wer war dabei, wie ist es abgelaufen, wer hat etwas getan, wer war beteiligt?)
  • Es gilt der Grundsatz  „weniger ist mehr“- im Zweifel daher weniger Fragen stellen
  • Stellen Sie keine „Warum-Fragen“,  vermeiden Sie Fragen, die Erklärungen verlangen 
  • Achten Sie auf mitfühlende (empathische) Kommunikation und vermeiden Sie Bewertungen und verurteilende Äußerungen
  • Versprechen Sie Kindern und Jugendlichen nur, was Sie auch halten können
  • Teilen Sie dem Kind mit, warum und mit wem über das Geschehene gesprochen werden muss 
  • Teilen Sie dem Kind mit, dass es über jeden weiteren Schritt auf dem Laufenden gehalten wird 
  • Bedanken Sie sich zum Abschluss des Gesprächs für das Vertrauen und den Mut, sich anvertraut zu haben 
  • Fertigen Sie im Anschluss an das Gespräch ein möglichst genaues Protokoll (Datum, Ort, Uhrzeit, Zitate, etc.) an