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Das zentrale Anliegen der möwe ist der Schutz von Kindern vor Gewalt und ihren Folgen.

In insgesamt 5 Kinderschutzzentren in Wien und Niederösterreich bieten wir Kindern, Jugendlichen und deren Bezugspersonen konkrete Unterstützung und professionelle Hilfe bei körperlichen, seelischen und sexuellen Gewalterfahrungen. Wir betreuen und begleiten jährlich mehr als 4.000 Personen kostenlos und wenn gewünscht auch anonym.

Unser Angebot reicht von allgemeiner Beratung über Krisenintervention nach Gewalterfahrung,  Prozessbegleitung bis zur nachhaltigen Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse in Psychotherapie. 

Wir sind Ansprechpartner für betroffene Minderjährige, deren Eltern und andere Bezugspersonen, sowie für Pädgagog*innen und Angehörige von medizinischen Berufen, die in ihrem Berufsalltag mit Fällen von Gewalt an Kindern und Jugendlichen konfrontiert sind und professionelle Unterstützung brauchen.

Die Hilfe der möwe bezieht sich in rund 2/3 der Fälle auf den Problembereich sexuelle, physische oder psychische Gewalt und zu einem Fünftel auf den Problembereich Trennung und Scheidung.

Ziel der möwe Präventionsarbeit ist es Gewalt an Kindern und Jugendlichen von vornherein zu verhindern und durch Aus- und Weiterbildung Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen jedes Kind gesund und in Sicherheit aufwachsen kann. Mit unseren Präventionsangeboten richten wir uns an Schulen und andere pädagogische Einrichtungen und arbeiten sowohl mit den Kindern und Jugendliche, als auch mit Eltern und Pädagog*innen. Weiteres Standbein der möwe Präventionsarbeit ist das Angebot gutbegleitet – Frühe Hilfen Wien, in dessen Rahmen Familien in Belastungssituationen frühzeitig und niederschwellig Hilfe zur besseren Bewältigung des Alltags bekommen können.

Gewalt, Vernachlässigung und sexuelle Übergriffe sind trotz einer zunehmenden Verbesserung im Aufzeigen und Benennen nach wie vor unangenehme und tabuisierte Themen, die sehr oft Überforderung und Hilflosigkeit auslösen. Mit der möwe Aufklärungs- und Informationsarbeit wollen wir Bewusstsein schaffen und ermutigen, nicht wegzusehen sondern den Schutz von Kindern als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe wahrzunehmen.

die möwe und ihre hochqualifizierten Fachkräfte sind Bestandteil eines Netzwerkes von ExpertInnen, sowohl im In- als auch im Ausland.

Geschichte

1989 fanden in Österreich grundlegende Änderungen im Bereich der Kinder- und Jugendrechte statt, welche die Grundlagen für die Entstehung der möwe bildeten. Gewalt an Kindern wurde verboten, die UN-Kinderrechts-Konvention wurde ratifiziert und die Kinder- und Jugendanwaltschaft eingeführt. 


Die möwe thematisierte von Gründungsbeginn an Kindesmisshandlung sowie Kindesmissbrauch. Sie brach damit ein gesellschaftliches Tabu und bot Opfern eine professionelle Anlaufstelle.

 

Die Möwe Timetable:

1989    Gründung der möwe als gemeinnütziger Verein und Eröffnung der möwe Wien als Familienberatungsstelle

1996    die möwe Wien wird „Anerkannter freier Träger der Jugendwohlfahrt“ anerkannt

1996    Gründung der Familienberatungsstelle St. Pölten

1998    Umbenennung in die möwe - Kinderschutzzentren

1999    Gründung des Kinderschutzzentrums Neunkirchen

2003    Gründung des Kinderschutzzentrums Mistelbach

2004    Gründung des Kinderschutzzentrums Mödling

2005    die möwe bietet erstmals Präventionsworkshops für Schulen an und beginnt mit dem Aufbau der Präventionsarbeit

2011    die Online- und Chat-Beratung wird ins Leben gerufen und richtet sich an eine jugendliche Zielgruppe, die mit der Kommunikation über dieses neue Medium vertraut ist

2015    gutbegleitet - Frühe Hilfen Wien werden in Zusammenabeit mit der WGKK  in die möwe eingegliedert und bieten Familienbegleitung für Familien mit Kinder zwischen 0 und 3 Jahren in belastenden Lebenssituationen.

Vorstand

möwe Vorstand 2018

Präsidentin: LAbg. Ingrid Korosec
Vizepräsident: Franz Bittner
Vizepräsidentin: Dr.in Sigrid Schmidl-Amann
Vizepräsidentin: Prim.a Dr.in Jutta Falger
Kassier: Karl Katicic
Kassier-Stv: Ass.-Profin Maga Drin Sabine Völkl-Kernstock
Schriftführer: Robert Riedl
Schriftführer-Stv.: Mag. Werner Suppan

RECHNUNGSPRÜFUNG
Captura Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH
GF: Mag. Friedrich Baldinger
GF: Mag. Dieter Welbich

WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT
Univ.-Prof. Dr. Alfred Pritz
Volksanwältin Univ.Doz. Dr. Gertrude Brinek
Billie Rauscher-Gföhler
Prof. Dr. Gerti Senger

EHRENSCHUTZ
Bundesministerin a.D. Maria Rauch-Kallat

EHRENMITGLIEDER
Hon.Prof. Dr. Udo Jesionek

Finanzierung

Unsere fachliche Arbeit wird in vielen Bereichen (zB. Psychologische Beratungen, Prozessbegleitung, Frühe Hilfen) von der öffentlichen Hand gefördert und wir haben Verträge mit Krankenkassen zur Abrechnung von Psychotherapie. Diese Förderbeträge werden sehr sorgfältig nach den jeweiligen Förderleitlinien nachgewiesen und kontrolliert abgerechnet. Die öffentlichen Mittel reichen jedoch nicht aus, um den Basisbetrieb unserer Organisation sowie die präventive Öffentlichkeitsarbeit zu decken. Für zirka 1/3 unserer Gesamtausgaben für die möwe-Kinderschutzarbeit sind wir daher auf die Unterstützung von Privatpersonen und Unternehmen angewiesen.

Verantwortlich für Spendenwerbung, -verwendung und Datenschutz: Veronika Schiller

Wir danken unsere Fördergebern und Vertragspartnern, die den Weg der möwe seit mehr als 15 Jahren hilfreich begleiten:

Kinder- und Jugendanwaltschaft NÖ

Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien

Land Niederösterreich

Stadt Mödling

NÖ Jugendwohlfahrt

Österr. Kinderschutzzentren

Stadt St. Pölten

Leitbild

die möwe bietet Kindern, Jugendlichen und ihren Bezugspersonen kostenlos konkrete Unterstützung und professionelle Hilfe bei körperlichen, seelischen und sexuellen Gewalterfahrungen. Das zentrale Anliegen sind ein gesundes Aufwachsen und der Schutz von Kindern vor Gewalt und ihren Folgen. Wir handeln aus einer Haltung der Zuversicht und aus der Überzeugung, dass positive Veränderung möglich ist. 

  1. Wir handeln immer im Sinne des Kindeswohles 
    Auf Grundlage der Kinderrechtskonvention und des § 138 ABGB handeln wir parteilich auf Seite der Kinder und Jugendlichen und berücksichtigen ihre körperliche, psychische und soziale Gesundheit. Entscheidungen und Empfehlungen werden auf Basis einer nachhaltigen Sicherung des Kindeswohles getroffen. 
     
  2. Wir stehen für Gewaltfreiheit 
    Unser zentrales Anliegen ist körperliche, strukturelle und verbale Gewaltfreiheit in Erziehung und Beziehung. 
     
  3. Wir fördern die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen 
    Auf Basis des salutogenetischen Ansatzes aktivieren wir vorhandene Ressourcen zur positiven Lebensbewältigung. Wir fördern und begleiten den dynamischen Prozess der ganzheitlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. 
     
  4. Wir begegnen mit Wertschätzung und Respekt 
    Unser Umgang mit Menschen innerhalb und außerhalb der Organisation die möwe - Kinderschutzzentren ist getragen von gegenseitiger Achtung und Achtsamkeit. 
     
  5. Wir schaffen Vertrauen und achten auf Vertraulichkeit 
    Vertrauen ist die Basis jeder helfenden Beziehung. Alle Inhalte, die uns im Rahmen der klientenzentrierten Kinderschutzarbeit mitgeteilt werden, unterliegen den gesetzlichen Bestimmungen der Berufsgesetze, des Datenschutzes und der Sorgfaltspflicht. 
     
  6. Wir kommunizieren und handeln transparent 
    Unsere Kommunikation nach innen und außen ist gekennzeichnet von der Bereitschaft zum offenen wechselseitigen Dialog. Informationsfluss und Dokumentationsgebarung sind klar und nachvollziehbar geregelt. 
     
  7. Wir arbeiten nach aktuellen fachlichen Qualitätsstandards 
    Unsere fachlichen Tätigkeiten entsprechend den Kinderschutzleitlinien, die laufend in nationaler und internationaler Zusammenarbeit weiterentwickelt werden. Unsere fachliche Arbeit ist diagnosegeleitet und prozessorientiert. 
     
  8. Wir halten uns an ethische Richtlinien 
    In der Mittelaufbringung und –verwendung, sowie in der Auswahl von Personen, die für die „die möwe - Kinderschutzzentren“ tätig sind, gilt unser Code of Conduct. 
     
  9. Wir übernehmen Verantwortung 
    Alle Mitglieder der Organisation „die möwe – Kinderschutzzentren“ tragen klare Verantwortung in ihrem Zuständigkeits- und Tätigkeitsbereich. Die Eigenverantwortung orientiert sich am Leitbild. 
     

Wir kooperieren im Sinne des Kinderschutzes 
Für eine gelingende Kinderschutzarbeit ist eine enge Zusammenarbeit im Team und mit unseren KooperationspartnerInnen aus dem psychosozialen, medizinischen, juristischen, polizeilichen, pädagogischen, wirtschaftlichen und politischen Bereich unerlässlich.

die möwe Kinderschutzrichtlinie

Ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche Hilfe nach Gewalterfahrungen bekommen, muss ein sicherer Ort sein. Um das zu gewährleisten und auch um Beispiel für andere Organisationen zu sein, die tagtäglich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, haben wir in der möwe ein Kinderschutzkonzept umgesetzt.

Auf Basis einer umfassenden Analyse aller Gefahrenpotentiale und mit dem speziellen Wissen und der jahrelangen Erfahrung der möwe Mitarbeiter*innen wurde eine möwe Kinderschutzrichtlinie, die auf drei Ebenen schützt, etabliert: 

  • Geschützte Kinder: Kinder fühlen sich in der möwe wohl und sicher; werden in ihren per-sönlichen Rechten und ihrer Teilhabe gestärkt
  • Geschützte Mitarbeiter*innen: Mehr Sicherheit im Berufsalltag: Wissen was wie zu tun ist, angemessene Handlungsmöglichkeiten, Absicherung & Rückendeckung
  • Geschützte Organisation: Achtsame Organisationskultur, Qualitätssicherung der möwe-Tä-tigkeiten im Sinne einer lernenden Organisation, Schutz vor Ansehensverlust und falschen Anschuldigungen, internationales Qualitätsmerkmal

Die Inhalte der möwe Kinderschutzrichtlinie basieren zum einen auf good practice Beispielen, die sich als maßgeblich für die Thematik erwiesen haben, insbesondere die Standards von Keeping Children Safe und die Richtlinien von Netzwerk Kinderrechte Österreich, dem Bundesverband Österreichischer Kinderschutzzentren, der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, den Mindeststandards zum Schutz von Kindern in Flüchtlingsunterkünften in Österreich sowie der Leitlinie für gewaltfreie sozial-pädagogische Einrichtungen des BMFJ (siehe Literaturverzeichnis) und zum anderen auf dem speziellen Wissen und der jahrelangen Erfahrung der möwe Mitarbeiter*innen, die im Rahmen der möwe Gesamtklausur am 13.11.2018 an der Risikoanalyse zum Kinderschutz sowie der vertieften Erarbeitung und Finalisierung der Inhalte der KSR teilgenommen haben. Eine entsprechende Anpassung der Inhalte der KSR für die Klient*innen der möwe bzw. ihre Bezugspersonen wurde in Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen entwickelt.

Verhaltenskodex

Präambel
Der Verhaltenskodex legt die grundlegenden ethischen Prinzipien fest, die das Handeln von Vorstand, Management sowie allen Mitarbeiter*innen im beruflichen Alltag bestimmen sollen. Der Kodex soll veranschaulichen sich ehrlich, ethisch und gesetzlich korrekt zu verhalten. Soweit Verhaltensregeln für einzelne Organisationseinheiten oder Personengruppen in gesonderten Richtlinien festgelegt sind, gelten diese Verhaltensregeln uneingeschränkt neben diesem Verhaltenskodex. Neben und unabhängig von diesem Verhaltenskodex gelten für unsere geschäftliche Tätigkeit und das Verhalten aller Mitarbeiter*innen die jeweils anwendbaren Gesetze, insbesondere das Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetz sowie dessen Länderausführungen. Ausnahmen von den Verhaltensgrundsätzen und Verhaltensregeln müssen konkret und ethisch so wie gesetzlich begründet sein und zeitnahe besprochen und  dokumentiert werden.

Der Verhaltenskodex wurde partizipativ u.a. mit möwe-Mitarbeiter*innen im Rahmen der möwe-Gesamtklausur 2018 sowie in Abstimmung mit den Kinderschutzbeauftragten, dem Betriebsrat, dem Leiter*innenteam (Juni 2019) und dem Vorstand erarbeitet.

Anmerkung: Der im Verhaltenskodex angeführte Begriff Kind/Kinder meint entsprechend der UN Kinderrechtskonvention alle Menschen unter 18 Jahren, also auch Jugendliche.

Gültigkeit und Verantwortung
Der Verhaltenskodex gilt im Rahmen ihrer Tätigkeitsbereiche für alle für die möwe tätigen Personen im Rahmen einer Betriebsvereinbarung.
Ebenso gilt der Verhaltenskodex für Vorstandsmitglieder, externe Honorarkräfte, Praktikant*innen und Zivildiener, die den Kodex im Rahmen ihrer möwe-Tätigkeiten mittels Selbstverpflichtungserklärung bestätigen.

Alle Mitarbeiter*innen tragen gleichermaßen Verantwortung dafür, dass dieser Verhaltenskodex beachtet und seine Inhalte umgesetzt werden.
Der Verhaltenskodex gilt auch als Grundlage für die Zusammenarbeit mit externen Partner*innen (Behörden, Dienstleister*innen, Kooperationspartner*innen).

 

WIR ACHTEN AUFEINANDER

 

1. Allgemeine Verhaltensgrundsätze

Werte und Selbstverständnis
Das Kindeswohl steht an oberster Stelle.

Alle für die möwe tätigen Personen sind sich der besonderen gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, für eine Organisation tätig zu sein, die speziellen Aufgaben im Gesundheits- und Sozialbereich insbesondere für den Kinderschutz erfüllt. Ein ausgeprägtes Bewusstsein für die Vorbildfunktion und die gesellschaftliche Verantwortung ist ein wichtiger Bestandteil. Die möwe Kinderschutzrichtlinie (KSR) ist von allen Personen aktiv mitzugestalten.

Nichtdiskriminierung
Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Rasse, Hautfarbe oder Religion, wegen seines Alters oder etwaiger Behinderung, wegen seiner sexuellen Neigung, seiner Staatsangehörigkeit, seiner politischen Meinung, seines Familienstandes, oder seiner sozialen Herkunft benachteiligt werden.

Respektvoller Umgang
Gleichermaßen wird ein respektvoller, wertschätzender und vertrauensvoller Umgang der Mitarbeiter*innen untereinander sowie insbesondere gegenüber Kindern und ihren Bezugspersonen gelebt (siehe Verhaltensregeln weiter unten). Jede/r Mitarbeiter*in ist zugleich Botschafter*in der möwe.

Verhalten gegenüber externen Partner*innen
Die möwe ist bestrebt, mit allen externen Partner*innen (Behörden, Dienstleister*innen, Kooperationspartner*innen) ein kooperatives, offenes Verhältnis herzustellen und zu erhalten. 
Die möwe verpflichtet sich zum sparsamen und ethisch korrekten Einsatz aller finanziellen Mittel und erfüllt die für eine gemeinnütze GmbH geltenden Richtlinien des Österreichischen Spendegütesiegels (www.osgs.at) für Aufbringung und Verwendung aller Gelder.

Es werden keine Kooperationen eingegangen, die mit den Zielen der möwe unvereinbar sind. Dazu gehören vor allem Institutionen/Unternehmen, die Leistungen aus folgenden Bereichen anbieten: Waffen, Sex/Pornografie, massiv (kinder-)gesundheitsschädliche Lebensweisen (Tabak, Zigaretten usw.), Diskriminierung (Rasse, ethnische Herkunft, nationale Herkunft, Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, Behinderung, Religion, Hautfarbe usw.), illegale Produkte oder Dienstleistungen. Finanzielle Unterstützungen von politischen Parteien werden dann angenommen, wenn es sich um eine demokratisch wählbare Partei handelt und die möwe im Zusammenhang mit der Spende nicht für Wahlwerbung instrumentalisiert wird. Kooperationen müssen mit der Geschäftsführung abgeklärt werden.

Öffentlichkeitsarbeit und Umgang mit Medien
Die Kernaufgaben der möwe sowie fachliche Inhalte zum Thema Kinderschutz stehen im Zentrum unserer Öffentlichkeitsarbeit. Besonders geachtet wird dabei auf das spezielle Schutzbedürfnis von Kindern.
Wir formulieren klare, unmissverständliche Aussagen und wahren auch bei der Verwendung von Fallbeispielen aus der täglichen Praxis die Anonymität unserer Klient*innen.
Jegliche Medienkontakte werden mit der Geschäftsleitung abgestimmt.

Datenschutz und Vertraulichkeit
Der vertrauliche Umgang mit internen Daten und Informationen wird als selbstverständlich erachtet. Die Verschwiegenheitspflichten aller möwe Mitarbeiter*innen sind sowohl berufsrechtlich als auch vertraglich geregelt. Nach Beendigung eines Dienstverhältnisses bleiben Belange des Datenschutzes, der Vertraulichkeit und Verschwiegenheitspflicht über interne Angelegenheiten weiterhin aufrecht.

Ökonomisches und ökologisches Verhalten
Es wird auf einen ökologisch vertretbaren und ökonomisch sparsamen Ressourcenverbrauch mit Bezug auf die verfügbaren Büro-, Hilfs- und Arbeitsmittel geachtet.

2. Verhaltensregeln

Die folgenden Verhaltensregeln gelten insbesondere für Erwachsene gegenüber Kindern, sind jedoch auch auf das Verhalten zwischen Erwachsenen anzuwenden und verbindlich:

  • Ich trage dazu bei, ein sicheres, förderliches und ermutigendes Umfeld für Kinder zu schaffen.
  • Ich nehme die Meinungen und Sorgen von Kindern ernst und fördere sie als Persönlichkeiten.
  • Ich behandle Kinder mit Respekt.
  • Da in der möwe Beratung oder Behandlung vorwiegend im 1 zu 1 Setting erfolgen, hole ich grundsätzlich dafür im Vorfeld das Einverständnis des/der Obsorgeberechtigten ein und informiere diese/n darüber, wann und wo der jeweilige Termin stattfindet. Mit Jugendlichen kann die Terminvereinbarung direkt erfolgen. Alle Termine mit Kindern und/oder ihren Bezugspersonen trage ich transparent in meinen persönlichen Outlook-Kalender ein. Damit sind sie für die zuständigen Vorgesetzten sowie die Kolleg*innen des jeweiligen möwe Teams transparent einsehbar.
  • Wenn Kinder Unterstützung benötigen, dann beraten und begleiten wir im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten in begründeten Einzelfällen auch ohne Einverständnis ihrer Obsorgeberechtigten.
  • Im Rahmen meiner Tätigkeit in der möwe sperre ich mich nicht mit einem Kind/Kindern ein.
  • Alles was ich als Mitarbeiter*in zusammen mit einer mir anvertrauten Person tue, gestalte ich offen und transparent. Die Einsichtnahme der Dokumentation ermögliche ich gemäß der rechtlichen Rahmenbedingungen.
  • Wir pflegen einen verantwortungsvollen Umgang mit Geschenken und nehmen von Klient*innen oder Kooperationspartner*innen keinerlei persönliche Geschenke in Geldform an und Sachgeschenke allenfalls bis zu einem Geldwert von € 20,-- (wie z.B. Selbstgebasteltes, Pralinen, Blumen, Kaffee fürs Team), sofern die Geschenkannahme das freie und unbeeinflusste Arbeiten nicht verunmöglicht.
  • Ich nehme die individuellen Grenzen des Kindes wahr und respektiere sie. Das betrifft vor allem die Intimsphäre, die persönliche Schamgrenze und andere individuelle Grenzempfindungen. Ich wahre die persönliche Integrität des Kindes.
  • Ich nehme irritierende Beobachtungen und Gefühle sowie Grenzverletzungen durch andere Mitarbeiter*innen wahr und spreche diese aktiv an.
  • Ich schütze die Privatsphäre der Klient*innen und achte darauf, Grenzverletzungen durch Bezugs- und/oder Begleitpersonen zu verhindern.
  • Ich gehe achtsam mit der Privatsphäre und dem Wohnbereich der Familie um.
  • Ich nütze meine Rolle als möwe-Mitarbeiter*in nicht aus, um Macht gegenüber Klient*innen und/oder Bezugs-/Begleitpersonen auszuüben.
  • Ich praktiziere einen verantwortungsvollen Umgang von Nähe und Distanz.
  • Ich achte auf Anzeichen von Gewalt an Kindern und fühle mich für ihren Schutz verantwortlich. Ich melde Verdachtsfälle und Beschwerden unverzüglich bei der dafür verantwortlichen Person (möwe-Kinderschutzbeauftragte/r bzw. Geschäftsführung).
  • Ich unterlasse jede Form von Bedrohung, Diskriminierung, Gewalt oder Einschüchterung.

Das bedeutet, dass ich als Mitarbeiter*in der möwe im Umgang mit Kindern und ihren Bezugspersonen weder intern noch extern:

  • die durch meine Position oder mein Amt verliehene Macht oder meinen Einfluss auf das Leben und Wohlergehen eines Kindes und/oder Bezugs-/Begleitpersonen missbrauche.
  • Kinder schlage oder mich anderweitig körperlich an ihnen vergehe; erzieherische Maßnahmen übe ich gewaltfrei und ohne Demütigung aus.
  • ein Kind sexuell, körperlich oder emotional misshandle oder ausbeute bzw. es pornographischem Material aussetze.
  • Kinder in unangemessener oder kulturell unsensibler Weise berühre bzw. Kinder berühre, wenn sie das nicht möchten - Kinder sollen Art und Umfang von Berührung selbst bestimmen, dem Alter des Kindes angemessen sein und seinen Bedürfnissen entsprechen.
  • Kinder im Intimbereich berühre, außer bei der Beauftragung, ein Kleinkind zu reinigen oder seine Windeln zu wechseln und der/die Obsorgeberechtigte nicht anwesend oder aus einem anderen Grund nicht dazu in der Lage ist.
  • unangemessene, unsittliche oder missbräuchliche Ausdrücke benutze.
  • sexuelle Anspielungen oder zweideutige Handlungen gegenüber einem Kind mache.
  • unaufgefordert einem Kind bei intimen Aufgaben helfe, die es alleine bewältigen kann (wie zum Beispiel es auf die Toilette zu begleiten, zu baden oder die Kleidung zu wechseln).
  • illegales, gefährliches und/oder misshandelndes Verhalten gegenüber Kindern dulde oder unterstütze.
  • um einen Dienst oder Gefallen bitte, der als missbräuchlich oder ausbeuterisch gegenüber Kindern oder ihrem Bezugssystem betrachtet werden könnte.
  • Kinder gegen ihren Willen festhalte.

Maßnahmen und Sanktionen
Treten Verhaltensweisen oder Handlungsformen zu Tage, die den Verdacht erwecken, einen Verstoß gegen den Verhaltenskodex darzustellen, ist dem von der jeweils zuständigen Person umgehend nachzugehen. Die konkrete Zuständigkeit ergibt sich aus der jeweiligen Rollenbeschreibung.
Es ist nach dem Subsidiaritätsprinzip vorzugehen und es sind qualitätssichernde Maßnahmen zu ergreifen. Verstöße können bis zur Auflösung des Beschäftigungsverhältnisses führen.
Sofern der möwe bekannt wird, dass ein/e Kooperationspartner*in entgegen dem Kodex der möwe handelt, wird die Zusammenarbeit, sofern möglich, beendet bzw. der Sachverhalt bis zur Klärung weiterverfolgt.

Kinderschutzbeauftragte

Die möwe Kinderschutzbeauftragten sorgen für die Einhaltung und Weiterentwicklung der in der Kinderschutzrichtlinie definierten Standards zur Etablierung eines kinderschutz-sensiblen und sicheren Orts. Sie sind die erste Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche, Bezugspersonen sowie alle für die Organisation tätigen Personen in Bezug auf kinderschutzrelevante Anliegen, Sorgen und Verdachtsfälle (intern und extern).

T 01 532 15 15 131
E kinderschutzbeauftragte@die-moewe.at

Hannah Rodlauer

Christina Schreiner-Nolz

Guido Ebi

Guido Ebi

Reinhard Kriesche

Reinhard Kriesche

Anliegen / Beschwerde

Anliegen / Beschwerde

Danke, dass Sie uns Rückmeldung geben, wenn Sie mit unserer Zusammenarbeit nicht zufrieden sind. Durch Ihre Beschwerde haben wir die Möglichkeit, unser Angebot zu analysieren und zu verbessern. Ihre Beschwerde wird nach Ihrem Einlangen bei uns innerhalb von 48h (werktags) eingesehen. Wir melden uns innerhalb einer Woche bei Ihnen. Sie können Ihre Beschwerde mit oder ohne Angabe Ihres Namens (anonym) einbringen.

Informationen zu Vertraulichkeit und Datenschutz:

Ihre Beschwerde wird von uns vertraulich behandelt, das bedeutet, dass Ihre Daten nur den bearbeitenden Personen zugänglich sind. Die Person, gegen die sich die Beschwerde richtet wird darüber informiert. Die Vertraulichkeit endet, wenn die Organisation handeln muss, z. B. wenn eine Gewalttat vorgeworfen wird.

Mit der Übergabe Ihrer Beschwerde stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten im Zusammenhang mit Ihrer Beschwerde zu. Ihre Daten werden für die Dauer der Bearbeitung und Evaluation des Beschwerdevorgangs verarbeitet und gespeichert. Sie haben jederzeit die Möglichkeit, der Verarbeitung zu widersprechen bzw. auch, Ihre Beschwerde zu widerrufen. Dazu senden Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff „Widerruf“ an kinderschutzbeauftragte@die-moewe.at.

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