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In den vergangenen Wochen der Ausgangsbeschränkungen und sozialen Isolation ist körperliche, psychische und sexuelle Gewalt in Familien oft im Verborgenen geblieben. Wir müssen davon auszugehen, dass viele Kinder neben den Belastungen, die diese Ausnahmezeit ohnehin mit sich gebracht hat, daheim in ihren Familien Gewalt und Vernachlässigung erleben mussten.  

Jetzt brauchen sie Vertrauenspersonen, die ihnen zuhören, die Signale richtig einordnen können und ihnen helfen.

Pädagoginnen und Pädagogen kommt hier eine zentrale Rolle zu. Aber was ist jetzt zu tun? Wie können Sie herausfinden, ob etwas vorgefallen ist und was brauchen die betroffenen Kinder?

Mit der Erfahrung aus 30 Jahren Kinderschutzarbeit haben wir für Sie Materialien zusammengestellt, die Ihnen jetzt helfen.

Seien Sie offen!

Halten Sie es für möglich, dass Kinder in der Zeit der Ausgangsbeschränkung Gewalt erlebt haben.

Schaffen Sie Räume!

Geben Sie den Erlebnissen aus der Zeit der Ausgangsbeschränkung in ihren Klassen / Gruppe Raum. 

Arbeiten Sie als Team!

Kinderschutz gelingt nur gemeinsam. Tauschen Sie sich mit Ihren KollegInnen aus und unterstützen Sie sich gegenseitig.

Machen Sie sich einen Plan!

Für sich selbst aber auch als Schule. Akkordieren Sie Ihr Vorgehen. Arbeiten Sie kollegial und fächerübergreifend.

Holen Sie sich Hilfe!

Lassen Sie sich bei Fällen von massiver Gewalt oder bei Verdacht auf sexuelle Gewalt unbedingt von Expert*innen helfen. 

 

Seien Sie kreativ!

Nützen Sie die pädagogischen Fähigkeiten und Möglichkeiten, die Sie haben. Das Ziel ist, ein Klima zu schaffen, in dem sich Kinder anvertrauen können. 

Und schließlich:

Fangen Sie an!

Beginnen Sie irgendwo. Das kann etwas ganz Kleines sein, wie das Thematisieren in einem Morgenkreis oder im Zeichenunterricht. Aber fangen Sie an, reden Sie mit Ihren Kolleg*innen darüber und überlegen Sie, welche gemeinsamen Aktivitäten möglich sind.

Wir unterstützen Sie hier mit Leitfäden für die Arbeit in der Klasse und im Einzelkontakt, mit Kinderschutzwissen und praktischen Tools. Melden Sie sich bei weiteren Fragen in unserer Telefonberatung (01 532 15 15)

 

die möwe Informationsvideos

Präventiver Kinderschutz

Michael Gaudriot
Psychotherapeut und Leiter der möwe Prävention

Täterstrategien

Mag. Johanna Zimmerl
Psychologin und Psychotherapeutin im möwe Kinderschutzzentrum Wien

Zahlen und Fakten rund um Gewalt und Missbrauch

Mag. Hedwig Wölfl
Psychologin und Geschäftsführerin der möwe Kinderschutzzentren

Was tun bei Verdacht

Birgit Ruf
Psychotherapeutin und möwe Präventionsmitarbeiterin

Symptome und Folgen von Missbrauch an Kindern

Mag. Irene Kautsch
Psychologin, Psychotherapeutin und Leiterin des möwe Kinderschutzzentrums St. Pölten

Frühe Hilfen - gelingende Prävention von Anfang an

Gerda Juvan
Psychotherapeutin und Familienbegleiterin bei gutbegleitet-Frühe Hilfen Wien

 

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